Swisscom geht mit 5G live

Ein neues Zeitalter?

Damals, als Datenübertragung über Mobilfunk noch ganz neu war, versetze es einem in Staunen: Die Schlagzeilen übers Handy abrufen, Wahnsinn! Ein E-Mail von unterwegs schicken – revolutionär! Wenn ich heute selten mal von schlechtem Netz umgeben bin und das ‘E’ in der Statusleiste des Telefons sehe, denke ich mir: «Wie konnte ich mich für so etwas nur begeistern?!».

Natürlich liegt die Antwort auf der Hand: Das gab es zuvor einfach noch nicht. Im Laufe der Zeit und mit den verschiedenen Standards (2G/GSM/EDGE, 3G/UMTS, 4G/LTE) gewöhnte man sich schrittweise an schnelle, stabile und immer vorhandene Verbindungen.

Ebenfalls über die Zeit, paketweise könnte man sagen, wurden die benötigten Datenmengen immer grösser. Bildschirme mit immer höheren Auflösungen bedeuten mehr Platz für Inhalt. Vieles wurde farbig, modern und grösser. Grafiken und Bilder springen uns eher an als reiner Text, was sich wiederum in einer höheren Datenmenge niederschlägt. Mehr Qualität, grössere Verfügbarkeit, mehr Geräte, mehr Nutzer. Da ist klar, dass die zugrunde liegende Infrastruktur sich ebenfalls in Richtung ‘mehr’ entwickeln muss.

Das hat die Branche getan und Swisscom ist seit letzter Woche mit dem letzten Mobilfunkstandard 5G in den produktiven Betrieb gestartet.

Was bedeutet das für mich als Handy-User?

In diesem Moment noch nichts. Niemand oder kaum jemand wird bereits ein 5G-fähiges Handy hierzulande sein Eigen nennen. Die ersten Geräte werden im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen und selbstverständlich auch bei STEG zu haben sein. Innerhalb der nächsten ein, zwei Jahre wird sich 5G fast wie von selbst in der Bevölkerung etablieren. Mittelfristig profitieren wir von weiterhin sehr guten – und noch besseren – Bandbreiten bei steigendem Bedarf.

Was bedeutet das für die Gesellschaft?

Neue Technologien bringen immer neue Möglichkeiten. Der Trend ist klar: Es geht in Richtung vernetzte Automatisierung. Fabriken, Transport, Drohnen, vieles wird künftig ohne aktives menschliches zutun von statten gehen. Ist das gut? Grundsätzlich ist das weder gut noch schlecht. Wie immer ist nicht die Technologie an sich der moralische Faktor, sondern wir Menschen, die sie auf die eine oder andere Weise nutzen und für oder gegen etwas einsetzen.

Was bedeutet das für meine Gesundheit?

Grundsätzlich nichts. Respektive nichts, was nicht auch für 3G oder 4G Gültigkeit hat. Sowieso geht 90% der individuellen Strahlenbelastung einer Person vom eigenen Handy aus. Aus eben diesem Grund könnte sich die Krebsliga gar vorstellen die Grenzwerte für Mobilfunkmasten zu lockern, weil dann das eigene Handy weniger strahlen muss und somit die eigene Strahlenbelastung sinkt.
Es wird also auch in Zukunft spannend bleiben. Kommt bald der grosse Sprung oder ist alles nur Hype? Wie so oft, wird die Antwort wohl irgendwo in der Mitte liegen.

Benjamin Bischof

Content Manager

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