Michi testet Noblechairs Epic Stuhl

Noblechairs Epic

Master of Gadgets Review

Wenn wir die Zeit zusammenzählen würden, welche wir im Bett verbringen, wären wir wohl erstaunt. Das ist doch eine ziemlich grosse Summe an Zeit. Gleiches gilt für den Bürostuhl. Eigentlich leuchtet es daher ein, dass man hier nicht sparen und eine ergonomische respektive bequeme Variante wählen sollte. Trotzdem hatte ich jahrelang einen Bürostuhl der Marke „99 Franken aus einem Billigmöbelhaus“. Mit dem Alter kommt Weisheit und weil ich gleichzeitig auch noch Master of Gadget bin, habe ich mich entschlossen einen richtigen Bürostuhl zu testen.

Auswahl

Relevante Kriterien bei der Auswahl waren einerseits eine gute Qualität, angenehmer Bezug sowie die Möglichkeit die Rückenlehne komplett waagerecht zu stellen. Zudem wollte ich so coole kleine Kissen, welche man bei all den Gaming-Chairs sieht 😊. Wer die Wahl hat, hat auch die Qual. So gibt es doch diverse Hersteller und Stühle, welche hier in Frage kommen. Ich habe mich dabei auf die Expertise der STEG Profis verlassen und so haben sie mir den Epic Gaming Chair von Noblechairs empfohlen.

Anlieferung & Unboxing

Ein paar Tage später kam der Stuhl auch schon per Post. Oh, der arme Päcklipöschtler. Er ist sonst schon ein Leidtragender meiner Frau und mir, da wir eifrige Online-Besteller sind. Aber bisher hat sich das doch zumindest gewichtsmässig in Grenzen gehalten. Eine erste Belastungsprobe hat er erfolgreich bestanden bei der Zustellung der Sony Soundbar. Der Stuhl steht dem dabei in nichts nach und gefühlt würde ich sagen, dass er sogar die Spitze erklommen hat. So kommt das Paket auf ein Gewicht von 27 Kilogramm. Lieber Päcklipöschtler, wenn Du das liest: Ich habe grossen Respekt vor deiner Arbeit und bin dir sehr dankbar. Das ist keine Ironie, sondern absolut Ernst gemeint. Das habe ich ihm aber auch schon persönlich gesagt und er erhält von uns immer mal wieder ein kleines Dankeschön.

Das Paket im Wohnzimmer ist also postiert für das Unboxing. Bei solchen Möbelpaketen staune ich immer wieder, wie gekonnt und effizient der Inhalt verpackt ist. Kein Vergleich mit gewissen elektronischen Gadgets, welche gefühlt 90% Verpackung und 10% Inhalt sind. Trotzdem ist alles sehr gewissenhaft eingepackt und kommt ohne Schramme oder Kratzer daher. Jedoch hat dies auch seinen Preis: Mit einer Menge an Abfall, welcher wohl jeden ökologisch denkenden Menschen zum Schaudern bringt.

Zusammenbau

Zuerst also alle Bestandteile fein säuberlich auspacken und bereitlegen. Mein erster Eindruck dabei ist sehr positiv. Alles fühlt sich sehr wertig und qualitativ hochstehend an. Kein Vergleich zu meinem heutigen Bürostuhl. Handkehrum ist dafür alles auch ungefähr doppelt so schwer. Aber lieber so als umgekehrt.

In der Beilage liegt eine Anleitung zum Zusammenbau. Sogar hier merkt man den Unterschied. So sind solche Anleitungen meist mehr oder weniger aus Altpapier gedruckt. Nichts da. Fast schon Fotokarton auf welchem diese gedruckt ist. Ich frage mich, ob das zwingend notwendig ist. Keine Ahnung, aber es unterstreicht dabei in vollem Umfang die hohe Qualität.

Der Zusammenbau geht einigermassen locker von der Hand. Alles ist klar beschrieben und wer schon mal ein IKEA Möbel zusammengebaut hat, wird problemlos erfolgreich sein. Jedoch sollte man bei ein, zwei Schritten vielleicht eine zweite Person um Hilfe bitten. Aufgrund des doch hohen Gewichts kann es eine Herausforderung darstellen, wenn man den Sitz auf der genauen Position des Unterbaus positionieren muss, ohne dabei zu sehen, wo die Stange zum Einfahren ist. Zudem gilt es bei einem Schritt besonders aufzupassen. So wird in der Anleitung mehrfach bei der Befestigung der Rückenlehne gewarnt, dass der Mechanismus ziemlich viel Druck draufhat und man sich die Finger verletzten könnte. Jaja, habe ich mir gedacht…. Meine Empfehlung im Nachhinein. Befolgt den Ratschlag zwingend. Ich konnte noch knapp die Finger rausziehen. Das Ding «tätscht» schön und die Finger wären wohl schön blau geworden – wenn nicht sogar schlimmeres. Unabhängig davon, kann man jedoch feststellen, dass wenn man sich an die Anleitung hält der Zusammenbau zügig fertig ist. Nach 20 Minuten stand der Stuhl auch schon vor mir und ich konnte unter den neugierigen Blicken meiner Kinder ein erstes Probesitzen abhalten.

Erstes Probesitzen

Das Gefühl der Qualität bestätigt sich dabei gleich wieder. Man merkt in jedem Detail, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Bürostuhl handelt, sondern um ein Premium-Produkt wo auch alles durchdacht ist. So kann man am Stuhl alles Mögliche verstellen:

  • Sitzhöhe
  • Breite, Höhe und Winkel der Armlehnen
  • Winkel der Rückenlehne
  • Fixierung der Rückenlehne

Zudem gibt es zwei unterstützende Kissen für den Rücken wie auch den Kopf welche man individuell befestigen kann. Kurz, jede gewünschte Position kann eingestellt werden. Auch der Bezug aus Leder lässt keine Wünsche offen und fühlt sich sehr bequem an. Ich konnte mir gut vorstellen, dass auch eine mehrstündige Sitzung angenehm sein kann. Wichtig ist dabei aber, dass man sich auch an die richtigen ergonomischen Empfehlungen hält. Sonst bringt die ganze Geschichte nicht allzu viel. Wer hierfür Tipps braucht: suva.
Auch den ultimativen Test hat der Stuhl bestanden. Als ich mich kurz aufgemacht habe, um den Abfall zu entsorgen, haben in der Zwischenzeit meine Kinder den Stuhl als Spielplatz entdeckt und alles Mögliche ausprobiert. Vom Rumspielen an allen Hebeln bis zum Rauf/Runterlassen der Rückenlehne inklusive Sprung drauf. Wenn das kein Qualitätsmerkmal ist, weiss ich auch nicht 😊.

Nach 2 Wochen im Einsatz

Nun habe ich den Stuhl seit rund 2 Wochen im Einsatz. Über die Qualität müssen wir nicht diskutieren. Alles ist perfekt bis ins letzte Detail und auch dem Kinderbelastungstest hat er statt gehalten. Trotzdem hatte ich anfangs ein etwas komisches Gefühl, da der Stuhl zu Beginn etwas hart und unbequem war. Insbesondere beim Hinsetzen erschrecke ich noch heute. Mein alter Stuhl war hier mehr oder weniger federnd – ich musste teilweise sogar aufpassen, nicht gleich wieder in den Standmodus geschleudert zu werden, wenn ich mich mit zu viel Schwung hingesetzt habe. Nichts dergleichen mit dem Noblechairs Epic. Auch die optionalen Kissen, die ich explizit wollte, hinterliessen anfangs einen etwas gemischten Eindruck. Da musste ich ein paar Mal die Position verändern, um diese auszurichten, bis sie nicht mehr als Fremdkörper gewirkt haben.

Mittlerweile darf ich jedoch sagen, dass sich das Gefühl um 180 Grad gewendet hat. Ich finde den Stuhl sehr bequem und kann nicht mehr auf dem alten Stuhl sitzen. Zu «weich» fühlt sich dieser in der Zwischenzeit an. Auch längere «Sitzungen» sind auf dem Noblechairs wesentlich bequemer und ich habe das Gefühl, insbesondere mein Rücken fühlt sich danach besser an. Vielleicht ist das aber auch Einbildung. Auch die Kissen sind, nachdem sie nun am richtigen Ort sind, eine absolute Bereicherung und ich könnte wohl nicht mehr ohne. Gleiches gilt für den Lederbezug. Man hat nie das Gefühl, es sei zu heiss oder unbequem.

Fazit

Der Noblechairs Epic hält was zu erwarten ist in dieser Preisklasse. Absolute 1A-Qualität in jeglicher Hinsicht und alles ist perfekt einstellbar. Natürlich muss man sich fragen, ob einem dies rund 350 Franken wert ist. Jedoch gilt es zu bedenken, dass ein guter und ergonomisch eingestellter Stuhl langfristig viele Gesundheitsprobleme erspart. Zudem ist es einfach angenehmer, wenn man nach ein paar Stunden Arbeiten oder Gamen nicht alles weh tut – denn auch der Master of Gadget ist nicht mehr der Jüngste 😉. Aber auch Jüngere würden am Noblechairs Epic bestimmt Freude haben.

Master of Gadget Michi

Michi Maurer
Master of Gadget
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