Die nächste LAN-Party kann kommen:

Warum Sie sich einen kompakten Gaming-PC bauen sollten

Francisco Soutullo
Experte für Gaming-PCs und Komponenten

Im Oktober 2017 bin ich zum ersten Mal nach etlichen Jahren Absenz wieder an eine LAN-Party – die Turicane LAN – gegangen. Mit dabei war natürlich mein nicht gerade leichter Tower und das ganze Zubehör, was man so braucht. Nachdem ich das schwere Zeug hin und nachher wieder zurücktransportieren musste, nahm ein uralter Plan in meinem Kopf wieder Gestalt an: Ich baue mir einen kompakten LAN-Party-PC!

Im August 2018 nahm ich an der Produktpräsentation der neuen RTX 20 Grafikkartenserie von Nvidia teil. Danach war mir eigentlich klar, dass ich mir eine RTX 2080 Ti zulegen würde. Die Games sahen sehr gut aus mit den neuen Effekten und ich wollte diese Grafikkarte in meinem Rechner haben.

Einen Monat später nahmen die Pläne in meinem Freundeskreis Gestalt an, dass wir uns einen gemeinsamen Hobbyraum fürs Zocken und Basteln zulegen würden.

Auch 2018 schleppte ich wieder meinen schweren Tower an die Turicane LAN. Diesmal entschied ich: Der Plan vom eigenen kompakten Mini-PC wird in die Tat umgesetzt. Ich würde diesen als Zweitrechner und natürlich für alle anstehenden LAN-Partys nutzen. Dafür würde es aber einiges an neuer Hardware brauchen. Dass ich mir nicht sowohl alle Komponenten für einen zweiten Mini-PC und die RTX 2080 Ti kaufen konnte, war mir klar. Das hätte definitiv den Budget-Rahmen gesprengt und zuhause für einige Diskussionen gesorgt. Also legte ich mir für meinen Heimrechner eine Gigabyte GeForce RTX 2070 Gaming OC zu und hatte somit mehr Budget für den Kompakt-PC zur Verfügung.

Im Februar dieses Jahres startete ich dann mit dem PC-Bau. Heute zeige ich Ihnen, wie ich dabei vorgegangen bin und welche Komponenten ich empfehlen kann.

Mein "alter" PC und seine neue Grafikkarte. Ganz schön schwer, um ihn immer an LAN-Partys mitzunehmen.
MINI-PC mit Komponenten
Endlich habe ich das Gehäuse und alle Komponenten für den neuen Mini-PC zusammen. Jetzt kann es losgehen.

Das Gehäuse

Dass es ein kompaktes Gehäuse sein muss, war von Anfang an klar. Ein entscheidender Punkt war für mich: der PC soll einfach und leicht zu transportieren sein. Jedoch sollte auch eine High-End-Grafikkarte reinpassen und bei einem zukünftigen Umbau sollten Standard-Komponenten eingebaut werden können. Daher kam auch keine Barebone-Lösung, wie z.B. der Shuttle SH170R6 in Frage.
Etwas Show muss schon sein, deshalb entschied ich mich für ein Gehäuse mit Sichtfenster. In die engere Auswahl kamen daher die Gehäuse Cooler Master MasterBox Q300L, Corsair Crystal Series 280X RGB und das Thermaltake Level 20 VT.
Mir haben die aufgestellten Grafikkarten schon immer gefallen. Da aber die Riser-Kabel meist sehr fehleranfällig sind, habe ich in der Vergangenheit nie eine aufgestellte Grafikkarte verwendet. Beim Thermaltake Gehäuse wird das Mainboard liegend eingebaut, daher muss die Grafikkarte senkrecht montiert werden. Das hat mir so gut gefallen, dass ich mich für dieses Gehäuse entschieden habe.

Corsair Crystal Series 280X RGB - schwarz

CHF 190.90

Thermaltake Level 20 VT

CHF 112.90

Cooler Master MasterBox Q300L

CHF 49.90
Geöffnetes Mini-Case mit Seitenwänden
Das geöffnete Mini-Case des Thermaltake Level 20 VT mit Seitenwänden

Das Netzteil

Aufgrund guter Erfahrungen in der Vergangenheit, sind Corsair-Netzteile für mich immer die erste Wahl. Ich überlegte zwischen dem CX650m, CX750m, RM650x und dem RM750x. Ausgewählt habe ich schlussendlich das Corsair RM750x. Mit diesem ist sichergestellt, dass bei einem späteren Upgrade der Grafikkarte sicher noch genug Leistung vorhanden ist. Mir war wichtig, dass das Netzteil eine hohe Effizienz hat, damit nicht ein Teil der Leistung als heisse Luft verpufft. Die RM Serie von Corsair ist etwas effektiver als die CX Serie, deshalb kostet sie auch etwas mehr. Ein 650 Watt Netzteil hätte durchaus auch gereicht, aber es ist nie verkehrt. eine Reserve zu haben.

Corsair CX650M - 650 Watt

CHF 94.90

Corsair CX750M - 750 Watt Netzteil

CHF 109.90

Corsair RM650x (2018) - 650W

CHF 119.90

Corsair RM750x (2018) - 750W

CHF 134.90

Das Mainboard

Ins Gehäuse passte ein Micro ATX oder ein Mini ITX Mainboard. Für meine Zwecke reichte mir ein PCIe x16 Slot, ich benötige keine weiteren Schnittstellen. Deshalb habe ich mich bewusst für ein Mini ITX Board entschieden. Zur Auswahl standen das Asus ROG Strix Z390-I Gaming, das MSI MPG Z390I Gaming Edge AC und das Gigabyte Z390 I Aorus Pro Wifi. Weil ich im neuen PC meine „alte“ Grafikkarte, eine Gigabyte Aorus GTX 1080 Ti Extreme, einbauen und die RGB-Beleuchtung synchron betreiben wollte, war es sehr schnell klar, dass für den neuen PC die Wahl auf das Gigabyte Modell fallen wird.

Asus ROG Strix Z390-I Gaming

CHF 246.90

MSI MPG Z390I Gaming Edge AC

CHF 182.90

Gigabyte Z390 I Aorus PRO Wifi

CHF 214.90

Der Prozessor

Beim Prozessor habe ich mir den Luxus einer Intel i7-9700K CPU geleistet. Auch hier habe ich mich für eine Reserve entschieden. Falls ich in zwei Jahren die Grafikkarte upgraden will, soll nicht die CPU das System ausbremsen. Die Intel i9-9900K CPU hätte mich zwar sehr gereizt, das wäre aber doch etwas zu viel des Guten gewesen. Ohne diese Reserve hätte auch eine Intel i5-9600K ausgereicht. Meist ist nicht der Prozessor der Flaschenhals im System.

Intel Core i5-9600K (3.70GHz / 9MB) - boxed

CHF 264.90

Intel Core i9-9900K (3.60GHz / 16MB) - boxed

CHF 549.90

Intel Core i7-9700K (3.60GHz / 12MB) - boxed

CHF 439.90

Der Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher wurde ein G-Skill Trident Z RGB DDR4 32GB Kit (2 x 16GB) mit 3200MHz, welcher im alten Rechner verbaut war. In meinem alten Rechner ist dafür wieder meine Corsair Vengeance LPX DDR4 32GB Kit (2 x 16GB) mit 3200MHz drin, die ich damals ausgetauscht hatte, weil ich die beleuchteten Arbeitsspeicher von G-Skill sehr schön fand. 

G.Skill Trident Z RGB DDR4 32GB Kit (2 x 16GB) 3200MHz CL16

CHF 193.90

Corsair Vengeance LPX DDR4 32GB Kit (2 x 16GB) 3200MHz CL16 - schwarz

CHF 162.90

Die Prozessor-Kühlung

Für die Kühlung des Prozessors sollte es eine geschlossene Wasserkühlung sein. Sehr gute Erfahrungen habe ich bisher mit der Corsair Hydro Series H110i gemacht. Weil das Gehäuse aber auf vier Seiten Glas hat, sollte es diesmal eine Lösung mit RGB-Beleuchtung sein. Daher kamen in die engere Auswahl die Corsair Hydro Series H100i RGB Platinum, Corsair Hydro Series H115i RGB Platinum und die Cooler Master Masterliquid ML240L RGB.
Verbaut habe ich schlussendlich die Cooler Master Lösung. Der Preis war sicher einer der Faktoren, die zu dieser Entscheidung geführt haben. Aber da ich die Corsair Lösungen schon ziemlich gut kenne, wollte ich auch einmal ein Produkt eines anderen Herstellers ausprobieren.

Corsair Hydro Series H100i RGB Platinum

CHF 129.90

Corsair Hydro Series H115i RGB Platinum

CHF 172.90

Cooler Master Masterliquid ML240L RGB

CHF 82.90
Das Mainboard mit eingebauter SSD unter passivem Kühlelement.

Die SSDs

Bei den SSDs war von Anfang an klar, dass es eine 970 EVO Plus NVME M.2 mit 500GB und eine 860 QVO SATA 6Gb/s mit 1TB von Samsung werden würde. Diese sind aktuell für mich die beste Wahl, wenn man sehr gute Leistungswerte zu einem vernünftigen Preis haben möchte.

Samsung 970 EVO Plus NVMe M.2 - 1TB

CHF 234.90

Samsung 860 QVO - 1TB

CHF 129.90
Das Mainboard mit eingebauter SSD.
Das Mainboard nun auch noch mit Arbeitsspeicher und CPU.
Das Mainboard mit montierter Wasserkühlung.

Die Grafikkarte

Als Grafikkarte baute ich die Gigabyte Aorus GTX 1080 Ti Extreme ein, die bisher in meinem PC zu Hause sehr gute Dienste geleistet hatte.
Weil ich zukünftig eher im Hobbyraum auf dem neuen PC als zu Hause auf dem «alten» PC spielen werde, habe ich für den PC zuhause bewusst nicht das Topmodell ausgewählt, sondern bin einen Kompromiss zwischen Leistung und Preis eingegangen. Für den «alten» PC habe ich deshalb eine Gigabyte GeForce RTX 2070 Gaming OC gekauft und eingebaut.

Gigabyte GeForce RTX 2070 Gaming OC - 8GB

CHF 659.90
Die Grafikkarte passt und ist verbaut.
Alles verkabelt.
Alles schön verkabelt.

Der Monitor

Einen neuen Monitor habe ich mir nicht zugelegt. Ich besitze bereits zwei Stück, einen Asus ROG Swift PG258Q und einen Samsung U28E590D. Im Hobbyraum bei meinem neuen Mini-PC werde ich den Asus Monitor einsetzen. Bei schnellen 3D Shooter Games ist dieser Monitor dank G-Sync und der hohen Bildwiederholfrequenz von 240Hz im Vorteil und die GTX 1080 Ti im PC kann einige Bilder mehr in der Sekunde berechnen als die RTX 2070 in meinem PC zuhause.
Der Samsung Monitor hat eine 4K-Auflösung und ist auf 60Hz limitiert. Daher wird die RTX 2070 im «alten» PC sicher bei schnellen Games etwas überfordert sein mit der hohen Auflösung. In naher Zukunft wird der Samsung Monitor durch einen Full HD Monitor ersetzt werden, der eine höhere Bildwiederholfrequenz hat. In Frage kommen die Monitore AOC C24G1, HP 27x Curved oder Asus VG248QZ. G-Sync wäre zwar toll, aber für den Zweitrechner ist das dann doch zu viel des Guten.
Für alle, die wie ich auch öfter ihre Peripherie hin und her transportieren müssen, habe ich noch einen Produkttipp: Die Roccat Tusko Monitor Widescreen-Tragetasche. Sie ist nicht nur gross genug für einen 20-24 Zoll Monitor, sondern bietet zusätzlich genug Stauraum für Maus, Tastatur und andere Geräte.

Asus ROG Swift PG258Q (24,5", Full HD)

CHF 599.90

Samsung U28E590D (28", 4K UHD)

CHF 299.–

AOC C24G1 (24", Full HD)

CHF 229.90

HP 27x Curved (27", Full HD)

CHF 269.90

Asus VG248QZ (24", Full HD)

CHF 229.–

Roccat Tusko Monitor Widescreen-Tragetasche

CHF 80.90

Es ist vollbracht

Nun habe ich den neuen kompakten LAN-PC bereits einige Wochen im Einsatz und kann ein begeistertes Fazit ziehen. Der PC läuft absolut rund! Ich kann mich über hohe Frameraten und einen stabilen Betrieb freuen. Zusätzlich habe ich beim PC Lichteffekte, die sich synchronisieren lassen und mit einem Tool steuern lassen. Die Peripherie muss allerdings über eigene Tools eingerichtet werden. Wer besonders viel Wert darauf legt, dass man alles über ein Tool steuern kann und alles absolut synchron läuft, der sollte so viele Komponenten von einem Hersteller nehmen wie möglich. Asus hat eine grosse Auswahl an Peripherie und noch den Vorteil, dass sie Tastaturen mit Schweizer Layout haben. Bei Gigabyte und MSI müsste man bei den Tastaturen mit einem Deutschen Layout leben.
Der PC ist wirklich kompakt und gleichzeitig leistungsstark. Wiegt mein PC zuhause in etwa 20Kg, bringt der neue Mini-PC nur noch schlanke 12Kg auf die Waage. Für die nächste LAN-Party bin ich also mehr als gerüstet.

Der fertige PC.
Und noch von der anderen Seite.
Alles bereit für die erste Session.

Mein Fazit

Der erste LAN-Einsatz liegt hinter mir und dem neuen Mini-PC. Mit leichtem Gepäck ging es an die 13. Ausgabe der ButterLan in Lüterkofen. Wie nicht anders zu erwarten, lief der PC tiptop 🙂
Auch die Monitor-Transporttasche hat gute Dienste geleistet. Einzig der Stauraum war zu knapp. Ich hätte mehr Platz gebraucht für Zubehör wie Kabel und Monitor-Netzteil.
Hier ein paar meiner Eindrücke:

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STEG Co Assembling (Check) - wenn alle Komponenten bei uns gekauft wurden

CHF 39.–

STEG Co Assembling (Check) - wenn nicht alle Komponenten bei uns gekauft wurden

CHF 69.–

STEG Co Assembling (Full) - wenn alle Komponenten bei uns gekauft wurden

CHF 69.–

STEG Co Assembling (Full) - wenn nicht alle Komponenten bei uns gekauft wurden

CHF 99.–

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