Rückblick: CES 2019 #SMART HOME

Rückblick von Benjamin Bischof – Content Manager

Immer mehr ansprechbare Geräte

Nachdem Apple sein HomeKit-Protokoll für Softwareauthentifizierung geöffnet hat, updaten immer mehr Hersteller ihre Smart Home Produkte mit entsprechend Features, so auch Arlo und Gardena.

Oder einfacher gesagt: Siri kommt! Arlo ist bekannt für seine Überwachungskameras, Siri soll in den Modellen Ultra und Pro 2 per Firmware-Update nachgereicht werden. Ebenfalls werden die Bewässerungssysteme «Smart Water Control», «Smart Irrigation Control», «Smart Sensor» und «Smart Power» von Gardena entsprechend nachgerüstet. Weitere Geräte und Hersteller werden mit Sicherheit folgen.
Interessant dabei ist, dass die Netgear-Tochter Arlo auf Apples Siri setzt, während das eigene MESH-System Orbi Amazons Alexa integriert hat. Apropos Alexa: Sonos gab bekannt nebst Alexa auf einigen ihren Lautsprechern bald auch Google Assistant zu unterstützen. Allerdings muss man sich für eine der beiden entscheiden, eine parallele Nutzung ist bisher nicht vorgesehen.

Für Unbehagen dürfte die Frage nach der Speicherung und Auswertung unserer Daten und Gewohnheiten sorgen. Zudem bleibt die Sorge, dass die Assistenten immer mithören, auch wenn wir sie nicht ansprechen und unser persönlichstes Verhalten irgendwo auf einem Server in den USA protokolliert ist. Auch die «Intelligenz» unserer digitalen Freunde lässt doch noch zu wünschen übrig. Immer mehr heimische Geräte vernetzen und per Smartphone steuern kann einem durchaus das Leben vereinfachen. Ein digitaler Sprachassistent, egal welcher, sollte noch kein KO-Kriterium sein, um ein Produkt zu kaufen. Noch eher um es nicht zu kaufen.

Smarte Türklingel – immer Zuhause sein

Sie sind unterwegs und jemand klingelt bei Ihnen Zuhause und schon haben Sie den Besucher verpasst. Aber was, wenn die Klingel Sie kontaktiert und das Smartphone dabei zur Gegensprechanlage wird? Solche Türklingeln mit Kamera und Mikrofon gibt es bereits zu kaufen. Dennoch stellt Netatmo ein neues Modell vor. Was dieses besser als andere macht? Ganz einfach: das lokale Speichern, dank SD-Karte. Innovativ? Nicht wirklich, aber sie erspart einem ein Abo für die Cloud-Speicherung der Videofiles. FTP- und Dropbox-Kompatibilität ist ebenfalls gegeben. Die Klingel kommt mit FullHD-Kamera und einer Überwachungsfunktion: die Kamera zeichnet automatisch auf, wenn Personen im Sichtfeld erkannt werden und schickt eine Push-Mitteilung an den Besitzer. Die Stromversorgung erfolgt durch die bestehende Verkabelung, heisst auch, dass die alte Klingel abmontiert werden muss. Erscheinen soll das Produkt im dritten Quartal 2019 und wird knapp 300 Dollar kosten.

Y-Brush

Statistisch gesehen wenden wir während unseres Lebens etwa drei Monate Zeit auf um unsere Zähne zu putzen. Das will die französische Firma FasTeesH mit ihrer neuen Y-Brush deutlich reduzieren. Die Y-Brush ist zwar nicht vernetzt aber dennoch smart. So soll eine komplette Zahnreinigung nur 10 Sekunden beträgen – 5 Sekunden oben und 5 Sekunden unten. Die mit herkömmlicher Zahnpasta verwendbare Bürste reinigt mittels der sogenannten «Bass-Methode» und kennt drei verschiedene Vibrationsmodi sowie vier verschiedene Bürstengrössen. Das Produkt scheint kurz vor der Marktreife. Auf der Herstellerseite kann man sie bereits vorbestellen. Der Preis liegt bei circa 125 Franken, also vergleichbar mit klassischen elektronischen Zahnbürsten.

Rückblick CES 2019 von Benjamin Bischof

Content Manager

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